„Apfelmikrobiom“ – Das Projekt:

Kunst als Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Schule

Im Rahmen des Apfelmikrobiom-Projektes untersuchen SchülerInnen in Zusammenarbeit mit WissenschaftlerInnen der Technischen Universität Graz das Mikrobiom des Apfels. Die Untersuchungen sollen zu neuen Erkenntnissen und zu einem Umdenken unserer Beziehung mit Mikroorganismen führen. Ziel ist eine wissenschaftliche Veröffentlichung über die Zusammensetzungen des Mikrobioms des Apfels, sowie die Entwicklung einer neuen, nachhaltigen Methode der Lagerhaltung für Äpfel und einer umweltfreundliche Bekämpfung der Apfelkrankheiten.

Im Anschluss findet eine niederschwellige Wissensvermittlung des Themenkomplexes mittels verschiedenartiger künstlerischer Darstellung im schulischen und öffentlichen Raum statt. Die wissenschaftlichen und kreativen Ergebnisse werden in sogenannten „EcoArt Days“ im Rahmen mehrtägiger Ausstellungen der Öffentlichkeit präsentiert und in Social Media dokumentiert und verbreitet.

Somit stellt das Projekt ein innovatives Lehrkonzept dar, indem die kreative Arbeit der SchülerInnen als Schnittstelle zwischen Schule und Wissenschaft dient und eine ideale Plattform für den nachhaltigen Wissenstransfer bildet.

Was ist ein Mikrobiom?
Substantiv, n: Mi·k·ro·bi·om, Mi·k·ro·bi·o·me
Aussprache:[mikʀobiˈoːm], [mikʀobiˈʔoːm]
Bedeutungen: Lebensgemeinschaft aller Mikroorganismen, die ein Lebewesen besiedeln
Herkunft: Determinativkompositum aus dem gebundenen Lexem mikro- und dem Substantiv Biom

Quelle: https://de.wiktionary.org/wiki/Mikrobiom

Neueste Forschungsergebnisse konnten aufzeigen, dass Mikroorganismen die mit roh verzehrtem Gemüse und Früchten aufgenommen werden, einen positiven Einfluss auf die menschliche Gesundheit haben.
Die Erforschung der Mikrobiome von Nahrungsmitteln wurde diesbezüglich als Forschungsschwerpunkt Nummer eins in der internationalen Mikrobiomforschung klassifiziert.
Nicht nur der Mensch als Konsument, sondern auch die Vitalität der Pflanze wird grundlegend durch ihr inhärentes Mikrobiom beeinflusst.

In Zusammenarbeit mit Sparkling Science, einem vom Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft geförderten Programm das Jugendlichen einen Einblick in universitäre Forschung gewährt, wird das Mikrobiom des Apfels untersucht, über dessen Zusammensetzung bisher noch wenig bekannt ist.

Gemeinsam mit Schülern aus drei Grazer Schulen, werden die Mikrobiome von gesunden und kranken, sowie biologisch und konventionell gezüchteten Äpfeln miteinander verglichen.

Welchen potentiellen Einfluss der Apfel dabei auf die menschliche Gesundheit haben kann, soll aufgezeigt werden.

Die Bekämpfung von Apfelpathogenen wie Apfelschorf und Lagerfäule ist bislang nur durch den Einsatz von Pestiziden möglich, was massive ökonomische Probleme für die biologische Landwirtschaft mit sich bringt. Ein weiterer Forschungsschwerpunkt des Projekts ist es daher, nachhaltige und ökologisch sinnvolle Möglichkeiten zu modellieren, um diese Apfelkrankheiten einzudämmen sowie gemeinsam mit industriellen Projektpartnern Apfellagerungsbedingungen zu optimieren.